Historie

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Die Pioniere der Ozontherapie

 
Christian Friedrich Schönbein
 
Geboren am 18.10.1799 in Metzingen; gestorben am 29.08.1868 in Baden-Baden.
 
Als Jahr der Entdeckung des Ozons wird 1840 genannt.
 
Schönbein hat – neben seiner ebenso wichtigen Erfindung der Schießbaumwolle – 343 wissenschaftliche Veröffentlichungen in 837 Ausgaben herausgebracht. Er war während seines Studiums in Erlangen 2 Semester Kommilitone von Liebig. Er lehrte an einer Privatschule in London und hörte in paris Vorlesungen bei Gay-Lussac. Im Alter von 29 Jahren (1828) erhielt er einen Ruf an die Universität Basel, wo er bald ordentlicher Professor wurde.
 
Er veröffentlichte 1832 ein keines Buch mit dem Titel „ Erzeugung des Ozons auf chemischem Wege“.
 
1857 ließ sich der mit Werner von Siemens entwickelten „vortrefflichen Induktionsröhre“ die erste technische Ozonapparatur bauen.
 
Genau 100 Jahre nach der Entwicklung der ersten Ozonröhre – deren Nachfolger trotz erheblicher Änderungen noch heute Siemens Röhren genannt werden -, entwickelte Hänsler den ersten medizinischen Ozongenerator, der aufgrund der exakten Dosierbarkeit des Ozon-Sauerstoff-Gemisches ein breites Anwendungsspektrum der Ozontherapie ermöglichte.  
 
Erwin Payr
 
Geboren am 17.02.1871 in Innsbruck (Österreich); gestorben am 05.04.1946.
 
Waren seine Hauptarbeitsgebiete zunächst Gelenkchirurgie., Thyreoideaoperationen, Gehirnoperationen und Blutgefäßnähte, so änderte sich das 1932, als er selbst in Zürich Patient wurde und die Ozonbehandlung bei Fisch am eigenen Körper erlebte.
 
1935 legte Payr anlässlich der 59. Tagung der deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Berlin seine 290 Seiten umfassende Publikation „Über Ozonbehandlung in der Chirurgie“ vor, mit der die Ozontherapie ihren Anfang nahm. Natürlich sind die Behandlungsmethoden stark modifiziert, die meisten Applikationsformen sind jedoch schon bei Payr beschrieben.
 
E.A. Fisch
 
Geboren 1899, gestorben 1966.
 
Fisch legte als Zahnarzt seine reichen Erfahrungen mit Ozon in einer Vielzahl von Veröffentlichungen in italienischer, französischer und in deutscher Sprache nieder und fertigte schließlich in den 50er Jahren eine umfangreiche Dissertationsschrift darüber an.
 
In der Praxis Fisch beginnt die Ozontherapie, nachdem Payr mit diesem, ihm bislang unbekannten Verfahren als Patient bekannt geworden ist.
 
Auch der Name Cytozon, der als einer der ersten Ozongeneratoren für die Dentalmedizin Verwendung fand, wurde von Fisch für sein erstes Laborgerät angemeldet und später von Hänsler als Seriengerät vermarktet.
 
Joachim Hänsler
 
Geboren am 17.12.1908 im oberschlesischen Hirschberg; gestorben 1981.
 
Er studierte in Breslau und Berlin Physik, Mathematik und Chemie. Diese drei Fachgebiete wurden in ihrer Kombination Grundvoraussetzung für sein interdisziplinäres Forschen und Konstruieren.
 
Hänsler wandte sich gemeinsam mit Hans Wolff dem medizinischen Ozon zu und schuf mit dem OZONOSAN die Grundlagen der modernen Ozontherapie.
 
Hans Wolff
 
Geboren am 04.04.1924 in Stensch (ehem. Westpreußen, heute Polen); gestorben 1980.
 
Sein Werdegang war durch die Kriegs- und Nachkriegserlebnisse seiner Generation gekennzeichnet und geprägt. Nach Entlassung aus amerikanischer Gefangenschaft vollendete er sein Studium der Medizin der Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität in Frankfurt am Main. Dort verbrachte er auch seine Assistenzjahre und ließ sich dann 1953 in eigener Praxis für Allgemeinmedizin nieder.
 
„Hans Wolffs ganzes ärztliches Tun und Forschen ist ein Leben für Ozon gewesen“ (aus einem Nachruf)
 
Sein Buch das medizinische Ozon, welches 1979 erschien vermittelt eine Übersicht der Anwendungsbreite des Ozons in der medizinischen Praxis.
 
 
Gemeinsam mit Hänsler gründete er 1972 die „Ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Grundlagen zu koordinieren, die Forschung zu aktivieren und die Ozontherapie zu einer generellen Akzeptanz zu führen.
 
Seit 1993 arbeitet die Gesellschaft unter dem erweiterten Namen „Ärztliche Gesellschaft für Ozonanwendung in Prävention und Therapie.“

 

 

Ozonosan